Faschingsumzug durch die Bozner Altstadt
Am Unsinnigen Donnerstag, 31. Jänner 2008, wurde an der Schule nach vielen Jahren wieder eine alte Tradition aufgegriffen und ein Faschingsumzug durch die Altstadt organisiert - mit dabei natürlich die Guillotine, mit der es schon vor Jahrzehnten den Professoren an den Kragen ging!
Eingebettet war das Spektakel heuer in eine Darstellung der mittelalterlichen Gesellschaft, hierarchisch geordnet, von den Bettlern aus der ersten Mittelschule über die Bauern, Handwerksgilden und Kaufleute in den Klassen darüber bis zum Adel und Klerus bei den Lyzealschülern. Über alle regierten das Königspaar (begleitet von Prinzessin Johanna von Hochfilzen) und der Bischof aus der Maturaklasse.
Höhepunkt der Veranstaltung war eine Empörung der Schüler gegen die Professoren - und das mitten während eines Gauklerfestes und Rittertourniers auf dem Rathausplatz. Die Lehrkräfte wurden festgenommen und gefesselt hinter der Guillotine zum Musterplatz gebracht, wo ihnen der Prozess gemacht wurde. Als sich bereits die Enthauptung für einige der Professoren abzeichnete als Strafe für ihre Vergehen, nahm die Gerichtsverhandlung eine überraschende Wende: Auch die Schüler, so stellte sich heraus, sind nicht ohne Laster. Der Bischof, der den Vorsitz führte bei der Gerichtsverhandlung, fällte deshalb das Urteil, dass die Personifizierung aller schlechten Eigenschaften, der Schlatterus Maximus stellvertretend für alle guillotiniert werden sollte.
Unter lautem Gejohle und großem Beifall nicht nur der Schüler, sondern auch der zahlreichen begeisterten Passanten wurde das Urteil vollstreckt - um den Unsinnigen schließlich doch noch einen Sinn zu geben!
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Faschingsumzug 2008
02.02.2008