Mittelschule:

Den Schülerinnen und Schülern wird im Mathematikunterricht ein geordnetes Programm geboten, in dem eine Lernsituation auf die vorhergehende aufbaut. Es soll ihnen eine Arbeitsmethode vermittelt werden, zu der Sorgfalt, Sauberkeit, Übersichtlichkeit und Konsequenz gehören und die eine logische und strukturierte Denkweise fördert. Wichtig ist dabei ein nicht nur leeres Formulieren von mathematischen Gesetzen und Regeln, sondern deren richtige und sinnvolle Anwendung beim Lösen von Aufgaben. Besonderer Wert wird auf praktische Sachaufgaben bzw. Textaufgaben gelegt, wo das größte Problem meist die Umformung der gegebenen Daten in die Sprache der Mathematik ist.

Parallel zur Mathematik werden die Schülerinnen und Schüler im Informatikunterricht an die Arbeit mit dem Computer herangeführt und sollen dessen umfangreiche Möglichkeiten kennenlernen. Nach einer Einweisung in den Aufbau des PC-Netzwerkes werden zu diesem Zweck ausgesuchte Arbeitsaufträge innerhalb der wichtigsten Standardanwendungen (Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentationsprogramm, Zeichen- und Malprogramm, Internetbrowser, E-Mail-Programm, …) ausgeführt.

 

Oberschule:

Durch die exakte Vorgangsweise und den logischen Aufbau der Mathematik sollen die Schülerinnen und Schüler ihr wissenschaftliches und abstraktes Denkvermögen ausbauen. Sie sollen lernen, Daten aufzuzeichnen und zueinander in Beziehung zu setzen, Probleme mit Hilfe der mathematischen Sprache zu lösen oder aufgestellte Hypothesen zu überprüfen. Das Abstraktionsvermögen soll weiter geschult werden, um ein selbstständiges und produktives geistiges Arbeiten zu erreichen.

Die dazu notwendigen mathematischen Mittel werden in der Oberschule durch die schrittweise Einführung neuer Begriffe, Konzepte und Rechenmethoden erweitert und ausgebaut. 

Da ein Großteil der Schülerinnen und Schüler des Franziskanergymnasiums ein Weiterstudium in Betracht zieht und viele Studienrichtungen Mathematik beinhalten, ist ein weiteres Ziel die Schaffung der Voraussetzungen für diese Universitätskurse. Auch wenn die Möglichkeiten aufgrund der im Vergleich zu anderen Schultypen geringen Stundenanzahl begrenzt erscheinen, so werden doch alle erforderlichen Inhalte (insbesondere Algebra, Planimetrie, Stereometrie, Trigonometrie, Gleichungen, Funktionen, Vektoren, komplexe Zahlen, Stochastik, Zahlenfolgen, Grenzwerte, Differential- und Integralrechnung) behandelt.


(Prof. Leonhard Walder)