Im Physikunterricht sollen die Schülerinnen und Schüler die Vorgangsweise bei wissenschaftlichen Untersuchungen kennenlernen und in die Lage versetzt werden, selbst anhand ihrer Kenntnisse aus den einzelnen Teilbereichen die Gesetzmäßigkeiten und kausalen Zusammenhänge in der Natur zu verstehen und Probleme oder Fragestellungen mit Hilfe geeigneter Methoden (z.B. aus der Mathematik) zu analysieren und einer Lösung zuzuführen.

Voraussetzung dafür sind solide Grundkenntnisse aus den verschiedenen Bereichen der Physik. Dazu werden die jeweiligen Lerninhalte nach Möglichkeit anhand von bekannten Phänomenen aus Alltag, Natur und Technik erörtert und mit den Schülerinnen und Schülern diskutiert. Großer Wert wird dabei auf die Verwendung einer korrekten Fachterminologie sowie auf eine kritische Überprüfung der Ergebnisse gelegt.

Einen wesentlichen Beitrag zur Veranschaulichung leisten zudem die von der Lehrperson gezeigten Experimente und Versuchsanordnungen, mit deren Hilfe schließlich die jeweiligen Gesetze und Regeln hergeleitet werden. Hier kann auf das gut eingerichtete Labor und auf die umfangreiche Sammlung naturwissenschaftlich-technischer Geräte des Franziskanergymnasiums zurückgegriffen werden.

Da ein Großteil der Schülerinnen und Schüler des Franziskanergymnasiums ein Weiterstudium in Betracht zieht und einige Studienrichtungen auch Physik beinhalten, ist ein weiteres Ziel die Schaffung der Voraussetzungen für diese Universitätskurse. Auch wenn die Möglichkeiten aufgrund der geringen Stundenzahl (jeweils zwei Wochenstunden in den drei Jahren des Trienniums) und des großen Stoffumfangs begrenzt erscheinen, so werden doch alle grundlegenden Inhalte der klassischen Physik (insbesondere Mechanik, Wärmelehre, Elektrizitätslehre und Magnetismus) und ausgewählte Konzepte der modernen Physik behandelt.


(Prof. Leonhard Walder)