"If you can dream it, you can do it!"

Montag, 15. Dezember 2025
v.l.n.r.: Vizedirektor Lukas Oberrauch, Direktor Wolfgang Malsiner, Prof. Kurt Matzler, Präsident Reinhold Marsoner und Prof. Elfriede Eder

Brechend voll war der Caius-d´Andrea Saal im Franziskanergymnasium am Nikolaustag, als kurz nach halb zehn Kurt Matzler das Wort ergriff und seinen Vortrag begann. Den zweimaligen Teilnehmer am härtesten Radrennen der Welt, dem „Race Across America“ (RAAM) wollten neben den Fränzi-Oberschüler auch zahlreiche Besucher von auswärts hören.

In seinen Ausführungen sprach der Extremsportler – der ganz nebenbei noch eine Professur für strategisches Management an der Universität Innsbruck innehat – darüber, was ihn seine zweifache Ausnahmeerfahrung für das Leben gelehrt hat. Allein die Zahlen im Hintergrund lassen dabei schon aufhorchen: 11 Tage, 5.000 Kilometer, 50.000 Höhenmeter, durchschnittlich etwas mehr als eine Stunde Schlaf pro Tag. Um diese Herausforderung zu meistern, so Matzler, brauche es ein High-Performance-Mindset. Gemeint ist damit eine Mischung aus guter (und vor allem langer) Vorbereitung und den entsprechenden Motivationstaktiken. Als Grundprinzip hob der Referent dabei das persönliche Warum hervor: „Wenn man nicht weiß, wofür man etwas tut, kann es nicht gelingen.“ Unter dieser Prämisse könne man dann sukzessive an seinem Motivationslevel arbeiten – etwa durch Visualisierungen oder aber geschickte Einteilung von herausfordernden Vorhaben in kleine Einheiten. Essentiell freilich sei, sich zum Beginnen durchzuringen. Matzlers Empfehlung hier: einfach ohne große Ansprüche und vor allem Tagesziele irgendwann loslegen – der Prozess verselbstständige sich dann in der Folge meistens.

Es liegt auf der Hand, dass ein Großteil der Lehren, die man als Extremradfahrer zieht, fast 1:1 auf das Schullleben umgelegt werden können. Dementsprechend begeistert zeigten sich v.a. jungen Zuhörer auch vom Vortrag – dergestalt, dass Prof. Matzler auch nach Ende des Vortrags noch von zahlreichen Schülern zu einem „Privatissimum“ gebeten wurde.